dgh-renovierung

DGH-Renovierung + Zählung

Heute ist einer dieser Tage, an denen ich mir Zeit für die DGH-Renovierung des DGH nehme. DGH? Entschuldigen Sie bitte, ich habe im Alltag zu oft mit Abkürzungen. Meine Kinder nutzen diese in vielen Situatioen und auch meine Kollegen auf Arbeit können nicht mehr ohne Abkürzungen ihr Werk verrichten.

Wobei DGH-Renovierung eigentlich falsch ist, es müsste DGZ-Renovierung lauten. Denn die Wulfener haben ihr Dorfgemeinschaftshaus “Dorfgemeinschaftszentrum” genannt. Das steht jedenfalls auf einem abgebauten Schild im Sicherungsraum und auf dem Wegweiser am Sportplatzeingang aus Richtung Fabrikstraße kommend.

Wie so oft, habe ich mir jedoch die Abkürzung DGH eingeprägt, weil sie eher einleuchtet, als “-zentrum”. Denn der Standort Damaschkestraße (8) liegt für mich nicht im Zentrum, jedenfalls nicht direkt. Das Zentrum von Wulfen ist eher an der Feuerwehr zu sehen oder am Getränkemarkt…

Am Besten mache ich weiter im Text:

Während die 2. Mannschaft von Wulfen 5:2 gegen Trinum siegte, werkelte ich im DGH. Ich kam gut voran. Auf meiner To-Do-Liste stand heute das Verschließen neuer und alter Risse in der Wand im Saal, aber auch eingangs im Foyer, das Ausräumen und Schrubben des Hauswirtschaftsraumes sowie die Inventarisierung der Küchengegenstände. All das habe ich dann auch geschafft, und zwischendurch sogar noch nette Gespräche mit Fußballfans geführt.

Risse im Putz kommen immer wieder

Zum 4. Mal habe ich nun schon bei der DGH-Renovierung Risse im Putz mit Maler-Acryl zugeschmiert, leider war das nie von langer Dauer. Nach 2-3 Monaten waren diese wieder da. Weiß Gott, warum.

Das Ausräumen des HWR war recht mühsam. Allerhand Krempel kam zum Vorschein. Ich frage mich immer noch, warum man einen 10-Jahres-Vorrat an Klobürsten anschaffen musste. Und auch mit Toilettenpapier, billiger Cremeseife (mit ganz kleinem Spendermodul) und Bodenreiniger ist das DGH überversorgt. Das ist gut für die Gemeindekasse, aber schlecht für mich, denn irgendwo muss der Überfluss ja gelagert werden.

Leider ist nicht alles brauch- und lagerbar.

Die Küchenschränke sind zu gebrauchen. Ich habe auch schon eine Idee, wo sie hinkommen. Aber der defekte Herd und der defekte Kühlschrank standen dort lange genug herum, ebenso der Vorratsschrank, der viel zu wuchtig ist – inmitten des kleinen Raumes. Gesagt, getan. Morgen sortiere ich richtig aus.

Das Schrubben des HWR war öde, aber es musste sein. Flüssigkeitsreste aus Vorjahren, vermutlich Bier und eine undefinierbar zähe Zuckerbrühe, hielten sich wirklich hartnäckig. Ich musste dreimal durchschrubben… Jetzt tun mir Arme und Rücken weh…

Das spielt morgen aber keine große Rolle. Gemalert werden muss, denn schon am 21.11. ist die nächste Veranstaltung im Foyer. Da gibt es keine Ausreden. Alles muss fertig werden.

Zählung der Gegenstände in der Küche – zum ersten Mal

Es gibt Sachen, die glaubt man zunächst nicht. Rückblick:

Als ich die Aufgabe als Bevollmächtigter übernommen hatte, schaute man mich ungläubig an, als ich nach einem Inventarverzeichnis für das Dorfgemeinschaftshaus fragte. Mich interessierte brennend die Zahl an Tassen, Tellern, Besteck, etc. Wie sollte ich sonst satzungsgemäß Schäden und Schadensersatz feststellen!?

“Für das DGH existiert kein Verzeichnis.”, war die unbefriedigende Antwort. Mir blieb dann nichts anderes übrig, als selbst zu zählen. Monate sind seitdem vergangen. Ich habe sowohl Verluste verkraften als auch Nachschub in die Schränke einräumen müssen. Viel Nachschub – nur für das DGH angeschafft. All die schönen Sachen habe ich mit der Aufwandsentschädigung bezahlt , welche ich als OrtsBM erhalte. 🙂

Was hätte ich damit nicht alles für uns zuhause kaufen können.

Sie sollten wissen, das ist meine größte Schwäche. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, mache ich es auch. So wie die DGH-Renovierung. Das gefällt nicht jedem bei uns zuhause, aber ich sehe es hier als guten Zweck an. Und letztlich will ich mich selbst wohl fühlen in unserem Dorfgemeinschaftshaus. Nur dann kann ich guten Gewissens als Beauftragter der Gemeinde für dieses Objekt agieren. Ich muss mich nicht (mehr) schämen. So sehe ich das jedenfalls.

Natürlich geht bei Nutzern immer mal wieder etwas zu Bruch, aber ich war auch heute wieder verwundert, wie diese Zahlen zustande kommen:

96 Kaffeetassen

106 Untertassen

102 kleine Teller

77 Sektgläser

24 verschiedene Biergläser

117 Ikea-Gläser

38 Schnapsgläser

22 Longdrink-Gläser

107 Kuchengabeln

108 Teelöffel

57 Abendbrotmesser

62 Suppenlöffel

72 Speisegabeln

105 tiefe Teller

57 große Teller …

Ab jetzt muss ich mehr auf die Teller und das Besteck achten… Gerade die Teller von Arc sind aus Opalglas. Und das ist richtig teuer.

Wen es interessiert: Die gesamte Auflistung wird bald online gestellt.

MfG Merklein, OrtsBM

Wulfener Ortsbürgermeister seit dem 01.07.2015

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