Dorfgaststätten

Eine ganz interessante Antwort auf die Anfrage eines Abgeordneten zu Dorfgaststätten habe ich heute entdeckt. Dort geht es zugegebenermaßen nicht nur um Dorfgaststätten, zumal der Begriff im Gewerberecht so nicht existiert. Es geht auch um Beschäftigte im Gastronomiegewerbe.

Der Landesregierung zufolge unterliegen Dorfgaststätten früherer Prägung einer stark geänderten Nachfrage. Früher waren Dorfgaststätten zentraler Ort für Kommunikation, Geselligkeit und Vereinsfeier. Mit Blick auf das Wulfener Sportlerheim und unseren „Engel“ kann ich das nur bestätigen. Kreative unternehmerische Lösungen sind das einzige Mittel, um dem Problem zu begegnen.

Mittel- und Langfristig wird es jedoch darauf hinauslaufen, dass es keine Dorfgaststätten früherer Prägung mehr gibt. In Wulfen ist das bereits eingetreten. In die Fußstapfen der Dorfgaststätten wird, wenn auch mit Abstrichen, der Gemeinschaftsraum der Ortschaft bzw. das Dorfgemeinschaftshaus treten.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir daher alle Anstrengungen unternehmen sollten, um diese Räume innerhalb unserer Gemeinde zu erhalten und attraktiv zu gestalten.

Der beigefügten Anlage zufolge sank zwar die Anzahl der gastronomischen Unternehmen von 425 im Landkreis ABI im Jahr 2006 auf 313 im Jahr 2017. Jedoch stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dem Zeitraum von 706 auf 1.005, und auch der Umsatz stieg von 45,7Mio EUR auf 72,5Mio EUR. Wenn man z. B. an die Goitzsche fährt, sieht man wie solche Zahlen zustande kommen.

Es gilt das alte Sprichwort: Des einen Leid, des anderen Freud.

MfG Merklein, OrtsBM

Dorfgaststätten

Wulfener Ortsbürgermeister seit dem 01.07.2015

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