Regenbogenfamilien und LSBTTI*Einwohner*innen

Zugegeben, den Begriff Regenbogenfamilien als solchen habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal gelesen, obwohl mir das sich dahinter versteckende Thema bekannt war. Kennen Sie den Begriff? Die beigefügte Große Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen ist aufschlussreich, auch wenn Sie bereits wussten, was sich dahinter verbirgt.

Auch wenn ich inhaltlich keine Probleme mit der „assistierten Reproduktion“ habe, so finde ich den Begriff als solchen maximal unschön. Hätten die Abgeordneten nicht einfach „Kinderwunschbehandlungen“ in ihre Anfrage schreiben können?

Interessant fand ich die Ausführungen auf Seite 11 zum Thema Reform des Abstammungsrechts. Es soll künftig eine „Mit-Mutterschaft“ geben. Rechtlich wird es dann also eine Mutter und eine Mit-Mutter geben.

Kritisch sieht die Landesregierung die Möglichkeit zur automatischen gesetzlichen Elternschaft von der Landesregierung dann, wenn dies lediglich weiblichen Partnern vorbehalten bleibt, während männliche Ehegatten nur die Stiefkindadoption verbleibt. Was ist die Konsequenz dessen? Eine angemessene und diskriminierungsfreie Regelung muss die Landes-/Bundesregierung erst noch finden.

Die Fragen in III., Nummer 18, betreffen dann trans- und intergeschlechtliche Menschen und deren Erfahrungen mit Diskriminierung. Der Landesregierung liegen solche Erkenntnisse nicht vor.

Im Abschnitt IV, Nummer 1, wird nach dem Ausmaß und den Formen von Gewalt gegen LSBTTI*-Einwohner*innen gefragt. Unterteilt in 7 Bereiche liegen dazu 18 Fälle vor, wovon 7 der Volksverhetzung und 4 der Beleidigung zuzuordnen sind. Fälle von Körperverletzung gab es 2, die gefährliche Körperverletzung betrifft 1. Im Hinblick auf Verurteilungen teilt die Landesregierung mit, dass keine Verurteilungen erfolgt sind.

Soviel für heute zum Thema Regenbogenfamilien.

MfG Merklein

Regenbogenfamilie



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